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Sportkamera GoPro Hero 3 – Testecke

Gepostet Von am Sep 5, 2013 | Keine Kommentare


Sportkameras von GoPro

Das High End Produkt unter den Sportkameras

Immer mehr Hobby-, Amateur- und Profisportler entscheiden sich dafür, ihre Trainings-Aktivitäten mit einer Kamera festzuhalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Radfahrer, Motor- oder Extremsportler handelt, eine hochwertige Kamera liefert besonders im Outdoor-Bereich spektakuläre Bilder. Zu den beliebtesten Action-Kameras zählen ohne Frage die GoPro Produkte, die aktuell schon in der dritten Generation erfolgreich angeboten werden. Die GoPro Hero 3 gibt es gleich dreifach. Zur Auswahl stehen White-, Black- und Silver-Edition. Da die Preisunterschiede allerdings ziemlich groß sind, dürften sich potenzielle Käufer mit der Auswahl zunächst etwas schwer tun.

Das Smartphone als digitaler Sucher

Auch mit der dritten Generation verzichtet der Hersteller nicht auf die klassische GoPro-Form. Dabei ist sie allerdings eine ganze Ecke kleiner geworden. Fast gleich geblieben ist auch die Bedienung: Es gibt zwei Tasten, ein kleines Monochrom-Display. Wer noch nie zuvor eine GoPro in Gebrauch hatte, wird am Anfang natürlich seine Probleme haben, sich durch das Menü zu kämpfen. Wer darauf keine große Lust hat, kann nun aber auch auf eine Alternative zurückgreifen. Die Bedienung via Smartphone soll deutlich ergonomischer ausfallen und mit allen iOS- und Android-Devices möglich sein. Auf das Display werden dann Live-Bilder übertragen, so dass die GoPro deutlich besser ausgerichtet werden kann. Auch die Einstellungen können über die App vorgenommen werden. Das Ganze funktioniert über ein integriertes WLAN Modul und nicht etwas über das deutlich langsamere Bluetooth.

Full HD Auflösung mit kleinen Unterschieden

Alle drei Ausführungen der GoPro 3 werben mit einer Videoaufnahme im FullHD Format bzw. in 1080p. Wer allerdings genauer hinschaut wird deutlich Unterschiede in Sachen Bildqualität feststellen. Werden die Aufnahmen aller drei Modelle übereinandergelegt, wird schnell klar, dass die White-Edition das Bild näher heran holt und es somit leider zu einem geringeren Winkel kommt. Wer dennoch nicht auf eine Panorama-Aufnahme verzichten möchte, kann die weiße GoPro mit 720p Auflösung aufnehmen lassen. Bei Black- und Silver-Edition stehen bereits im Full HD Modus 170° Blickwinkel zur Verfügung. Auch was die eigentliche Bildqualität betrifft, überzeugt die Black-Edition auf ganzer Linie. Enttäuschend ist Farbdarstellung und Schärfe aber auch bei den Schwestermodellen nicht. Hier sollte nie vergessen werden, dass es sich um Action-Cams handelt, die noch viele weitere Anforderungen außer einer ordentlichen Bildqualität erfüllen müssen. Ein weiteres Highlight der schwarzen Ausführung ist die Bildfrequenz. Hier werden bis zu 120 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet, was eine wichtige Voraussetzung für sanfte Zeitlupen ist.

Bilder knipsen kein Problem

Die Go Pro Kameras werden von Extremsportlern fast ausschließlich eingesetzt, um damit möglichst aufregende Videos zu produzieren. Als Ersatz für eine klassische Kompaktkamera wurden die GoPro Modelle noch nie wirklich gerne verwendet, zumal die Bedienung deutlich komplizierter ist. Die aktuelle Generation zeigt aber, dass auch Bilder in einer ordentlichen Qualität aufgenommen werden. Die Silver Edition löst mit 12 Megapixel aus, wobei die White Edition mit ihrem 5-Megapixel-Sensor eher seltener für Schnappschüsse ausgepackt werden dürfte. Alle drei Modelle haben einen automatischen Weißabgleich, wobei bei den beiden teureren Ausführungen auch manuell nachgebessert werden kann.

Die Ausstattung

Selbstverständlich hat der Hersteller auch bei der GoPro 3 dafür gesorgt, dass diese nahezu jeden Sturz übersteht. Hauptverantwortlich dafür ist das mitgelieferte Gehäuse, das auch Staub und Wasser vom Innenleben fernhält. Selbst die Rückseite ist komplett geschlossen, um auch im Wasser bis zu 60 Meter Tiefe Bilder und Videos anfertigen zu können. Dieses hat allerdings den Nachteil, dass das Mikrofon verdeckt wird und sich der Sound ziemlich dumpf anhört. Dieses kleine „Problem“ hat GoPro mit einer zusätzlichen Rückseite gelöst. Diese hat zwei kleine Aussparungen und kann bei Bedarf in wenigen Sekunden ausgewechselt werden. Hier sollte dann beachtet werden, dass der Sound dann durchkommt, die Kamera aber nicht mehr zu 100 Prozent vor Wasser und Staub geschützt wird. Im Lieferumfang enthalten sind bei allen Modellen zwei Klebepads für eine flexible Montage der GoPro, wobei das meiste Zubehör separat gekauft werden muss. Nur bei der 440 Wuro teuren Black Edition wird bereits eine praktische WLAN Fernbedienung mitgeliefert, die einzeln 120 Euro im Fachhandel kosten würde.

Die Ausdauer – Grund zur Kritik?

Eigentlich könnte man meinen, dass eine relativ teure Sportkamera ohne Farbdisplay zumindest einige tage bei vollem Akku durchhalten könnte. Hier zeigt die neue GoPro Hero 3 allerdings eine ihrer größten Schwächen. Regelrecht leergesaugt wird der Akku bei aktivem WLAN. Auch Kälte begrenzt die Akkulaufzeit erheblich. Investitionen in Ersatz- oder Zusatzakkus sind daher fast zwingend erforderlich.

Fazit zur GoPro Hero 3

Wirklich gravierende Schwächen zeigte die GoPro Hero 3 im Test nicht und gilt daher weiterhin als Maß aller Dinge im Segment der Action-Kameras. Besonders die Black Edition überzeugt durch herausragende Leistungen und Features wie Ultra HD- bzw. 4K-Auflösung, 170° Blickwinkel und im Lieferumfang enthaltener WLAN-Fernbedienung. Doch auch SIlver- und White Edition sind keine schlechte Lösung, zumal diese für 140- bzw. 200 Euro weniger verkauft werden.

Vor- und Nachteile

+ liefert extrem scharfe Bilder
+ bis zu 120 fps. bei 720p
+ große Auswahl an optional erhältlichem Zubehör
+ Smartphone-Ansteuerung per WLAN
– schwache Akku-Performance

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